Mittwoch, 19. Februar 2014

Es lebe der 43. Jubiläum der Gründung von Organisation der Volksfedajin-Guerilla Iran


35. Jahrestag der iranischen Revolution  

Es lebe der 43. Jubiläum der Gründung von Organisation der Volksfedajin-Guerilla Iran
Kein Feiertag für die Freiheit des iranischen Volkes
Seit 35 Jahren herrschen nun im Iran die Mullahs, an der Spitze ihr oberster geistlicher Führer (zurzeit Ali Khamenei), mit einem Sicherheitsapparat, der in den Diktaturen der Welt seinesgleichen sucht. Hinter diesem Machtkomplex liegen 35 Jahre Folter, Kriege, Morde, Hinrichtungen, Terrorismus und Niederschlagung gewaltiger Massenproteste, aber leider auch die Ohnmacht des Westens im Umgang mit dem Regime.

Diese Geschichte der Gewalt führte nicht nur zu einer immensen Unterdrückung eines nach Freiheit dürstenden und immer jünger werdenden iranischen Volkes, sondern sie fand in den Massakern 1988 an schätzungsweise 30.000 politischen Gefangenen, im Iran-Irak-Krieg und in der Niederschlagung der größten Massenproteste 2009 ihre unrühmlichsten Höhepunkte. Der Iran ist der Hauptsponsor des internationalen Terrorismus im Nahen und Mittleren Osten. Er hat Millionen Landsleute für immer ins Exil getrieben und hat über 3500 seiner stärksten Widersacher im Irak auf Jahre hin auf einen Leidensweg geschickt, der in der modernen Welt einmalig ist.
Die Herrschaft der Mullahs hat nicht nur im iranischen Volk und in der Region eine massive destabilisierende Wirkung hinterlassen, die nur noch von dem überboten wird, was US-Regierungen aus unvorstellbar fehlgeleitetem Interesse in der Region angerichtet haben, sondern sie hat auch die Weltmächte mit ihrem Atomwaffenprogramm, ihren Drohungen und Einschüchterungen derart tyrannisiert, dass der Westen für immer in einem Weg zwischen Beschwichtigung und Eskalation mit dem Regime gefangen war, welcher den Weg zu einem demokratischen Wechsel Mullahs oft verbaut und nie gefördert hat.
Die größten Opfer der religiösen Diktatur sind weite Teile der iranischen Gesellschaft. Während Studenten, Frauen, Künstler, ethnische und religiöse Minderheiten sowie Schriftsteller fast in der gesamten Welt mehr und mehr an Freiheiten gewonnen haben, bleibt der Iran in Verhältnissen stecken, die politisch und rechtlich dem Mittelalter ähneln. Soziale Netzwerke und Satelliten-TV sind verboten und es herrscht Gender-Apartheid. Das iranische Volk resigniert mehr und mehr und verkauft seine Seele an Drogen; es muss seine Intelligenz in den Gefängnissen oder hinter privaten Mauern verrotten lassen.
Am allermeisten leiden die Menschen, die sich in ihrem Willen nach Freiheit und Demokratie nicht benebeln und mit dem System arrangieren wollen. An erster Stelle sind dabei die oppositionellen Volksmojahedin (MEK) und Organisation der Volksfedajin-Guerilla Iran
Sie sind gerade deswegen oft einer endlosen Schmutzkampagne seitens des Regimes ausgesetzt. Die MEK und OIPFG war seit der Machtergreifung der Mullahs ihr großer Gegenspieler mit ihrer Vision eines 10-Punkte-Plans, der der Trennung von Religion und Staat, der Marktwirtschaft und der Geschlechtergleichstellung verschrieben ist.
So tobt seit 35 Jahren ein Dauerkrieg des iranischen Regimes gegen sein eigenes Volk, seinen organisierten Widerstand im Lande, aber auch im Ausland, wo sich der Nationale Widerstandsrat (NWRI) als Gegenpol der Teheraner Machthaber im Westen formiert hat. Und wie in jedem Krieg sterben auch hier Menschen, jedoch ausschließlich auf Seiten des Widerstandes. In den 80er Jahren wurden im Exil iranische Oppositionelle von iranischen Agenten mit Terroranschlägen getötet, dann folgte auf Drängen der Mullahs eine ungerechtfertigte Terrorlistung der Organisation im Westen, welche die Arbeit des iranischen Widerstandes auf Jahre lahm legte. Nun tobt ein unerbittlicher Krieg der Worte im Internet, in den Zeitungen, bei den Politikern und den internationalen Organisationen und dieser Krieg trifft auch den Westen. Auch seine Politiker müssen sich in diesem Kampf entscheiden, ob ihnen Geld und billige Wirtschaftsverträge oder das entschiedene Eintreten für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte wichtiger sind.
Dieser Kampf zeigt sich im Deutschen Bundestag zwischen vielen engagierten Abgeordneten für einen freien Iran und dem „High Five" von Claudia Roth mit dem berüchtigten iranischen Botschafter in Berlin - Sheikh Attar -, er zeigt sich bei den Veranstaltungen in den Stiftungen, bei den Medienberichten über die Menschenrechtslage im Iran und auf den Kundgebungen und Protestveranstaltungen des iranischen Widerstandes in Paris, wo mehr als 100.000 ihren Wunsch nach Freiheit kundtun. Diesen Kampf führen auch die Demonstranten, die in Genf, Berlin, New York und in aller Welt für ihre Landsleute in den Hungerstreik treten und für die Freilassung von seit Monaten entführten iranischen Dissidenten im Irak und für politische Gefangene im Iran demonstrieren.
Die brennende Frage wird in den nächsten Jahren sein, wie viele Jahrestage der Mullahherrschaft die Welt noch ertragen muss, denn die Fortsetzung ihrer Herrschaft ist keine Frage, ob man in den USA nun den größeren „Satan" als den Iran erkennt oder nicht. Das iranische Regime terrorisiert auch ohne die USA sein Volk, die Region und die Welt und es tötet jeden Tag seine Bürger, seine Opposition und unterdrückt seine Frauen, seine Studenten, seine Künstler, die Baha'i und seine Jugend. Es vergiftet die arabischen Länder, die ihren Weg zur Freiheit suchen. Es hält den Konflikt in Syrien am Brennen und schürt Unruhe in der Region in einem sinnlosen Hegemonialstreit mit Saudi Arabien, dessen Stellvertreterkriege nicht nur in Syrien toben.
Der einzige Weg, diesen Wahnsinn zu beenden, kann nur zum Systemwechsel führen, denn der Gedankengut der dortigen Machthaber wird immer gleich bleiben, egal welche Marionette des obersten geistlichen Führers sich „Präsident" nennt. Der Westen muss seine Unsicherheit abtun und sich fest hinter die iranische Opposition stellen, eine Opposition, die Demokratie will und deren Unterstützer ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen wollen.
Niemandem kann daran gelegen sein, weitere 35 Jahren dieses Unrechts zu erdulden. Die Zeit ist reif, einen neuen Weg zu gehen, auch wirtschaftlich, denn der Westen ist nicht mehr vom Öl des Iran abhängig, er entwickelt und entdeckt genügend eigene Ressourcen und er würde eine Zeit der Blockade des Iran überstehen, ohne dass seine eigene Wirtschaft erlahmen würde, wie es die letzte Sanktionsrunde bereits bewiesen hat.
Wenn der Westen jetzt standhaft bleibt, wird er dem iranischen Volk und der dortigen Opposition ein Signal senden. Den Teheraner Machthabern wird er klar machen, dass es genug ist, dass Charmeoffensiven nicht mehr wirken, dass man keine militärische Intervention braucht, um die Mullahs aufzuhalten. Man kann statt dessen auf die Kraft des iranischen Volkes und auf harte Sanktionen setzen, auf das Ende einer Ära des Hasses, Mordes, Fundamentalismus und Terrors. Der Westen muss auf einen demokratischen Iran mit Selbstbestimmung setzen und wenn man diesen Weg unerschrocken geht, wird es nicht mehr viele Jahrestage der Mullahherrschaft geben, sondern es werden Jahrestage der Demokratie und der Selbstbestimmung des großen Volkes, des Friedens der Nationen in dieser Region folgen. Diese Wendung wird in die Annalen der Geschichte einziehen, als großer Sieg der Menschlichkeit.


 Javad Dabiran  

 iranischer Solidaritätsverein München
http://iranischesolidaritaet.blogspot.de/
hambastegi.hambastegi@yahoo.de

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